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SG Siebengebirge – RSK 1 4:4

Am Sonntag machten wir uns auf den weiten Weg nach Königswinter zur SG Siebengebirge.

Wir hatten leider 2 relativ kurzfristige und ungeplante Ausfälle mit Ralf und Benedikt, dafür spielten Carsten und Christopher.

Siebengebirge kam mit Rückenwind, sie haben im letzten Kampf überraschend gegen Solingen gewonnen.

Ich nehme einfach mal vorweg, dass es ein recht ereignisloser Kampf mit schnellen Partien und frühem Ende war.

Carsten eröffnete an 7 mit einem Remis. „Carsten ist heute mit den weissen Steinen nicht gut in die Partie gekommen. Folglich hat er sehr viel Bedenkzeit verbraucht, um die etwas schlechtere Stellung nicht komplett aus der Hand zu geben. Nachdem er sich konsolidiert hat, konnte er die Damen tauschen und bot Remis an. Sein Gegner schätzte die offensichtliche Fortsetzung mit leichtem Vorteil für ihn falsch ein und willigte ins Unentschieden ein.“

Dirk, Rafael und Alex folgten zeitnah; alle mit einem Remis.

Dirk schreibt dazu: „In meiner Partie hatte meine Gegnerin frühzeitig – und für mich unerwartet – einen Bauern am Rand genommen.
Sie verbrauchte in der Folge viel Bedenkzeit. Vor der Rückeroberung des Bauern bot sie mir dann bei etwas angenehmerer Stellung, aber knapper Zeit Remis an.“

Alex fasste sich ganz kurz: „Ich mach es kurz: Französisch Hauptvariante, zu zahm gespielt, Ausgleich für schwarz, Abtausch, frühes Remis.“.

Rafael, den ich von nun an leider nicht mehr Mister 100% nennen kann ;), schrieb zu seiner Partie: „Mein Gegner hat früh ziemlich ungenau gespielt so dass ich mit Schwarz schnell in Vorteil kam. Meine schlechte Form heute und der damit einhergehende übermäßige Zeitverbrauch ließen aber nicht viel mehr zu und am Ende war ich froh, dass mein Gegner mein Remisangebot annahm.“

Bei 4 Remis und einem 2:2 spielten also noch Christopher, Henry, Andreas und ich.

Henry stand nach meiner Einschätzung leicht besser, Christopher sehr ausgeglichen, Andreas hatte eine Qualität mehr und ich stand auch sehr ausgeglichen. Es war also durchaus ein Sieg noch möglich.

Dann folgte Henry mit dem 5. Remis des Tages: „Henry hat eine relativ unspektakuläre Partie gespielt. In der Eröffnung hat er versucht in einer Nebenvariante das Läuferpaar zu kriegen und damit langfristig auf einen Vorteil spielen zu können. Jedoch verflachte die Stellung sehr schnell, wonach Henry auch bemerkte, dass es schwer war Fortschritte in der Stellung zu machen, wodurch die Partie am Ende Remis ausging.“

Dann war meine Zeit. Nachdem ich letzten Kampf schon ganz bitter einzügig den Ausgleich gegen einen FM weggeworfen habe, ereilte mich gegen den stärksten Gegner der Saison (einen IM) ein ähnliches Schicksal… Ich bin gut aus der Eröffnung gekommen und die Stellung war für beide Seiten ein wenig passiv zu bespielen nach dem Motto: Wer sich bewegt, verliert. Im Mittelspiel habe ich dann meinen wertvollen Läufer gegen einen Springen getauscht mit dazugehörigem Bauerngewinn bei aktiven Türmen und hatte das als gutes Endspiel für mich langfristig eingeschätzt. Mein Gegner fand daraufhin noch eine sehr gute Variante, die sehr schwierig zu handeln war und leider habe ich fast direkt im Anschluss einen schlechten Zug gemacht und damit war die Partie direkt verloren.

So sah es also nach einem 4:4 aus.

Christopher kommentierte sein Remis folgendermaßen: „Thomas Solzbacher war die Nummer 9 der Siebengebirgler und hatte bei seinen bisherigen 3 Einsätzen gegen durchwegs gute Gegner alle Partien gewonnen. War also gewarnt. Mit Schwarz versucht ich heute ein Gambit, was der Gegner aber ablehnte und in einem für ihn leicht schlechteren Mittelspiel landete. Blieb aber lange in Remisbreite. Meine Versuche zu gewinnen wären beinahe schiefgegangen. In der Zeitnotphase verpasste mein Gegner ein feines Manöver und hätte aussichtsreiche Gewinnversuche starten können. Aber nur der Computer hat es gesehen. Die Gefahr aber ahnend, habe ich Remis angeboten und mit wenig Zeit auf der Uhr hat mein Gegner angenommen. Glück gehabt.“

Es spielte also nur noch Andreas beim Stand von 4:3 gegen uns, Andreas hatte aber nach wie vor eine Qualität mehr. Nachdem er noch ein wenig feine Endspieltechnik bewies und den Punkt holte, schrieb er dazu: „Mein Gegner patzt in der Eröffnung die Qualität, ich kann die Damen abtauschen und gewinne beim Übergang ins Endspiel noch einen Bauern. Danach musste ich nur noch aufpassen, dass ich bei seinem gar nicht sooo schwachen Läuferpaar noch in irgendeine Falle laufe.“

Am Ende ein ein 4:4, was für beide Seiten nach dem Verlauf auch in Ordnung ist.

Unseren 2. Tabellenplatz haben wir dennoch behalten und es spitzt sich noch weiter zu, jetzt sind es 4 Mannschaften oben mit Welper (11 MP), uns (10 MP), Porz (10 MP) und Solingen (9 MP).

Im nächsten Kampf geht es nach Solingen, ehe wir dann die Saison Zuhause gegen Welper abschließen.